Fragen / Impulse zu Johannes 20, 24 – 29

Ist der Wunsch verkehrt, erst sehen zu wollen, um dann glauben zu können? Oder kann man Thomas als inoffiziellen Schutzpatron aller Zweifler betrachten?

Wie werden wohl die übrigen Jünger empfunden und reagiert haben, als Thomas auf ihren Bericht hin nicht in Begeisterung ausbricht, vielmehr noch eigene Forderungen stellt?

Wagen wir es, in der Gemeinde, in der Kleingruppe, gegenüber einem Seelsorger unsere Fragen und Zweifel auszusprechen? Ist dafür Raum? Wie macht uns Jesus dazu Mut?

Gibt es „guten“ und „schlechten“ Zweifel? Welche Chancen stecken im Zweifel?

Jesus geht genau auf die Bedingungen des Thomas ein. Wer hat erlebt, dass Jesus sich auch heute ganz auf die Menschen einstellt, die nach ihm fragen? Wie gehen wir auf Fragende und Suchende ein?

Das Bekenntnis des Thomas geht ja über das hinaus, was er sehen konnte. Er sagt nicht: „Stimmt“, sondern bekennt sich zu seinem Herrn und Gott. Was war passiert? Passiert das auch heute?

Was können wir heute sehen, was können wir zeigen, um jemanden zum Glauben zu führen? Was können wir nicht sehen oder zeigen?

Wir können Jesus nicht direkt sehen, sondern nur indirekt in den Menschen, die er gesandt hat, in seiner Gemeinde, die der Leib Christi ist – und andere in uns – und das leider auch nicht immer sehr deutlich. Was folgt daraus?

Die Seligpreisung (Vers 29} steht am Schluss, nicht am Anfang der Geschichte. Was kann diese Beobachtung bedeuten?